Aktuelle Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet in seinem epidemiologischen Jahrbuch 2016 für HIV 3419 Neu-Diagnosen bundesweit. Das entspricht einem Rückgang der Neuinfektionen von 8% gegenüber 2015. Davon sind ca. 79% Männer und ca. 21% Frauen.

 

Die Haupübertragungswege im Jahr 2016 waren:

50,5% Männer, die Sex mit Männern haben

25,3% heterosexuelle Kontakte

 3,7%  intravenöser Drogengebrauch

20,5% ohne Angaben zum Infektionsweg

 

Die auf das Lebensalter bezogene Verteilung zeigt, dass die Gruppe der 30 bis 39 jährigen am stärksten vertreten ist, gefolgt von den 25 bis 29 jährigen und den 40 bis 49 jährigen Menschen.

Quelle:http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/39/Art_01.html

 

Für den Kreis Olpe gehen wir davon aus, dass mindestens 200 Menschen mit HIV leben. Durch deutlich verbesserte Therapien ist heute eine gute Behandlung der Infektion möglich. Hierbei kann, wenn die Therapie gut wirkt, die Viruslast im Blut bis unter die Nachweisbarkeitsgrenze (<20 Viruskopien/ml Blut) gedrückt werden. So kann ein HIV-positiver Mensch bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung der Infektion und ohne das Auftreten von HIV-typischen Erkrankungen heute genausolange leben wie ein nicht infizierter Mensch.

Bei einer HIV-Spätdiagnose ist dies nicht ganz so einfach, hier kann je nach Voranschreiten der Infektion ohne Erkennung und damit auch ohne medikamentöse Therapie die Behandlung deutlich schwieriger werden.
Auch ist eine lebenslange Disziplin bei der Medikamenteneinnahme und eine regelmäßige Wahrnehmung der ärztlichen Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Seit Beginn der weltweiten Ausbreitung von HIV in den 1980er Jahren wird nach einem Impfstoff und nach ausheilenden Behandlungsmöglichkeiten geforscht. Bis heute ist es noch nicht gelungen, diese zu entwickeln. Wann die Forschungen zu einem Erfolg führen werden, ist zur Zeit noch nicht absehbar.