Schutz vor HIV

 

Safer Sex (nahzu sicherer Sex):

benutzen Sie beim Anal- und Vaginalsex immer ein gut passendes Kondom, es schützt Sie zusätzlich auch vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Frauen können sich mit einem Femidom (Frauenkondom) schützen.

Bei der Verwendung von Gleitgel sollten Sie ein wasserlösliches, fettfreies Gleitmittel verwenden. Ölhaltige Cremes etc. zerstören das Kondom.

 

Safer Use (sicherer Konsum):

wir empfehlen Konsumenten von Spritzdrogen, immer nur ihr eigenes oder ein steriles Spritzbesteck zu benutzen.

 

Schutz durch Therapie:

die HIV-Medikamente verhindern im Körper eines HIV-positiven Menschen die Vermehrung des Virus. Nach einiger Zeit ist bei einer gut wirksamen Therapie im Blut kein HIV mehr nachweisbar. Man spricht dann von einer „Viruslast unter der Nachweisgrenze“. Kurz darauf sind dann auch in Sperma, der Scheidenflüssigkeit, in anderen Körperflüssigkeiten und in den Schleimhäuten keine oder nur noch sehr wenige HI-Viren nachweisbar. Eine Übertragung von HIV auf Sex-Partnerinnen und –Partner ist dann extrem unwahrscheinlich.

 

 

HIV-PrEP

PrEP ist die Abkürzung für Präexpositionsprophylaxe, übersetzt etwa „Vor-Risiko-Vorsorge“. Bei einer PrEP nehmen HIV-negative Menschen ein HIV-Medikament (Truvada) vorbeugend ein, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen.
Die Wirksamkeit der PrEP ist bei schwulen Männern mit hohem HIV-Risiko nachgewiesen. In Deutschland ist die PrEP seit Oktober 2016 zugelassen, man muss sie aber selbst bezahlen.

Wer die PrEP anwendet, sollte sich vorher unbedingt gut informieren und ärztlichen Rat einholen. Denn vor dem Start und während der PrEP sind Untersuchungen erforderlich, und wenn man bei der Einnahme Fehler macht, wirkt die PrEP möglicherweise nicht.

 

Bei allen Fragen stehen wir als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.